Wasserball kann in der Hansestadt auf eine lange Tradition zurückblicken

Der Wasserballsport wurde in Rostock nach dem 2. Weltkrieg in der Betriebssportgemeinschaft "Lokomotive Rostock" gespielt. Spielpartner gab es in Grabow, Güstrow, Schwerin und Schwaan. Das Training war nur an guten Sommertagen im Flußbad am Mühlendamm (das Rostocker Hallenbad wurde erst 1955 eröffnet) möglich.

Einen leistungssportlichen Aufschwung hin zu einer DDR-Oberligamannschaft gab es als 1959 der damalige Armeesportklub "Vorwärts Rostock", der aus der "Verlegung" der Mannschaft des ASK Halle/Saale an die Ostsee hervorging, gegründet wurde. In dieser Mannschaft befanden sich Teilnehmer Olympischer Spiele, Europameisterschaften und Kader der verschiedenen Auswahlmannschaften, wie z.B. der B-Nationalmannschaft oder der Kinder- u. Jugendauswahl.

1969 fand diese Entwicklung durch "allerhöchsten" DDR-Beschluss ein tragisches Ende. Auf Grund der nichterreichten Zielstellung bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexico (geplant war die Goldmedaille - erreicht wurde der 6. Platz) wurde der Wasserballsport als "nicht förderungswürdig" eingestuft. Der Bereich Wasserball des ASK Rostock wurde aufgelöst.

Ende der 70er Jahre ergriffen einige ehemalige Spieler und Schwimmer die Initiative den Wasserballsport in der Hansestadt neu zu beleben. Das war ein mühevolles Unterfangen, da ein Neuanfang den Interessen der Rostocker Sportführung nicht entsprach. Auch wenn zu Beginn nur zwei Randbahnen im Schwimmbecken zu ungünstigen Trainingszeiten zur Verfügung standen, war die Entwicklung nicht mehr aufzuhalten. Mit der HSG Universität Rostock wurde auch ein Verein gefunden, der die Wasserballer aufnahm. Bereits 1980 erreichte die Herrenmannschaft den Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse, die DDR-Liga. Hier wurden stets Platzierungen im Spitzenfeld erkämpft.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde der Wasserballsport endlich wieder gleichberechtigt behandelt. Nun konnte mit der dringend notwendigen Nachwuchsarbeit begonnen werden. Im Juli 1993 wechselte ein Großteil der Wasserballer zum neugegründeten Polizeisportverein (PSV). Es begann nun eine kontinuierliche Trainingsarbeit in allen Altersbereichen. Die Mannschaften der Jugend sowie der Herren wurden in den Spielbetrieb Schleswig-Holsteins integriert. Nach kurzer Anlaufphase spielten die PSVer eine gute Rolle in den verschiedenen Spielklassen.

Heute gehören die verschiedenen Jugendmannschaften zu den besten in der überregionalen Spielrunde Mecklenburg-Vorpommern/Schleswig-Holstein. Auch bei Norddeutschen Meisterschaften und anderen Vergleichswettkämpfen wurden schon ausgezeichnete Ergebnisse erzielt.

Für die Herrenmannschaft gab es von Anfang an nur ein Ziel; die Qualifizierung für die Regionalliga Nord. Nach einer ungeschlagenen Oberligasaison 1996/97 konnte für diese Liga gemeldet werden. Gleich im ersten Jahr stellte sich unsere Truppe als eine Bereicherung dar. Nach nun 7-jähriger Spielzeit hat sich die Mannschaft stabilisiert und wird durch das Nachrücken junger Spieler weiterhin Rostock gut vertreten.

Nach ihrer bis dahin erfolgreichsten Regionalligasaison (2000/2001), beschlossen die Mitglieder der Sparte Wasserball des PSV Rostock im Jahr 2001 wegen Unstimmigkeiten in der Vereinsführung zu einem anderen Verein zu wechseln. Von nun an spielten sie für die HSG Warnemünde.



 URL: http://www.wasserball-rostock.de aktualisiert: 05.01.2016 
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