Die Regeln

Das Spielfeld



Das Spielfeld hat eine Größe von 30m x 20m bei den Herren und 25m x 20m bei den Damen und der Jugendklasse C.
Das Spielfeld ist im Längsprofil in 2 Spielhälften geteilt. Beide weisen eine gleiche Unterteilung von der Torauslinie auf. Es gibt den Zwei-Meter-Raum, der zwischen der Torlinie und der Zwei-Meter-Linie liegt. Dieser Bereich ist am Beckenrand rot markiert. Und es gibt den Fünf-Meter-Raum, der zwischen der Zwei-Meter-Linie und der Fünf-Meter-Linie liegt. Dieser Bereich ist gelb markiert. Diese Linien sind durch die entsprechende Farbe einer Flagge am Beckenrand markiert. Der Bereich zwischen der Fünf-Meter-Linie und der Mittellinie ist grün markiert. An jeder Schmalseite ist ein Wiedereintrittsraum, der sich nahe der Auswechselbank befindet, einzurichten. Dieser ist rot markiert.

Die Wassertiefe muss an jeder Stelle des Spielfeldes mindestens 1,80 Meter betragen. Die Spieler dürfen während sie den Ball spielen nicht den Beckenboden aktiv nutzen. Das heißt, sie dürfen nicht von dort abspringen oder mit dem Ball laufen. Dies wird mit einem Freiwurf gegen die entsprechende Mannschaft geahndet. Ist das Becken an der Stelle, wo das Tor steht nicht tiefer als 1,50 Meter, so muss die Querlatte 1.80 Meter über dem Beckenboden liegen. Die Torlinie unter der Querlatte des Tores befindet sich 0.30 Meter vor der Torauslinie.

Das Tor ist 3m breit und 90cm hoch.

Der Ball hat ein Gewicht zwischen 400g und 450g. Bei den Herren hat der Ball einen Umfang von 68cm-71cm und bei den Damen und der Jugendklasse C einen Umfang von 65cm-67cm.

Die Mannschaften bestehen aus 13 Spielern, von denen 7 im Wasser spielen und 6 Auswechselspieler auf der Bank sitzen.

Ein Spiel wird von 2 gleichberechtigten Schiedsrichtern geleitet. Die Schiedsrichter stehen sich am Beckenrand diagonal gegenüber.

Die Spielzeit beträgt 4 x 8 Minuten effektiv mit 2 Minuten Pause zwischen dem 1. und 2. & 3. und 4. Viertel sowie 5 Minuten Pause zwischen dem 2. und 3. Viertel. Die Mannschaften wechseln in der Halbzeit, die Schiedsrichter nach dem 1. und 3. Viertel die Seiten.
Ist es in einem Entscheidungsspiel zu einem Gleichstand nach der normalen Spielzeit gekommen, so geht es in die Verlängerung. Diese beträgt 2 x 3 Minuten effektiv. Ist dann immer noch kein Sieger ermittelt, so kommt es zum Fünf-Meter-Schießen, ähnlich dem Elf-Meter-Schießen beim Fußball.

Die Angriffszeit ist auf 30 Sekunden begrenzt -"30-Sekunden-Regel". Bei jedem Ballwechsel darf die im Ballbesitz befindliche Mannschaft den Ball 30 Sekunden führen und in dieser Zeit versuchen ein Tor zu erzielen. Dieser Zeitabschnitt endet sofort mit der direkten Inbesitznahme des Balls der verteidigenden Mannschaft, dem Schuss ins Seiten- oder Toraus der verteidigenden Mannschaft oder einem Foul jeglicher Art durch die Angreifer. Sie kann aber auch wieder "aufgeladen" werden. Und zwar durch eine errungene Ecke, einer Hinausstellung eines Verteidigers, einem Torschuss, einer Aus-Zeit oder dem einfachen Ballwechsel.

Spieler dürfen zu folgenden Zeitpunkten ausgewechselt werden:

  • vor einem Viertelbeginn, auch bei Verlängerung
  • nach einem Tor
  • nach Ablauf der Strafzeit ( im Wechselraum )
  • und bei Ballbesitz fliegend ( im Wechselraum )

Einfache Fehler:

  • einen Gegenspieler, der den Ball nicht in der Hand hält, behindern
  • den Ball in Bedrängnis unter Wasser zu drücken
  • den Ball mit der Faust zu "spielen"
  • sich vor dem gegnerischem Tor im 2-m-Raum aufzuhalten, ohne das der Ball auch im 2-m-Raum ist ( Abseits )
  • der Ball darf nicht mit beiden Händen gleichzeitig gespielt werden ( außer der Torwart )
  • es darf nicht erkennbar und eindeutig Zeit vergeudet werden
  • die Angriffszeit ist abgelaufen
  • ein Freiwurf, ein Eckwurf, ein Torabwurf oder ein Strafwurf zu lange hinauszögern
  • eine "dritte" Auszeit während des laufenden Spiels von dem Trainer der im Ballbesitz befindlichen Mannschaft

Einfache Fehler werden mit einem Freiwurf geahndet. Ein Freiwurf darf nicht durch einen direkten Torschuß zu einem Tor verwandelt werden ( alle Freiwürfe sind "indirekte Freiwürfe" ). Ausnahme: ein Freiwurf der außerhalb des 5-m-Raumes gegeben wird darf direkt geworfen werden. Der Freiwurf muß aber ohne Verzögerung, z.B. mehrmaliges Ausholen, ausgeführt werden.

Jetzt kommen wir zu dem eigentlichen "Sinn" des Wasserballspieles: den Gegner durch Taktiken und Aktionen zu schweren Fehlern zu provozieren, um eine Vorteilssituation zu erlangen.

Schwere Fehler:

Diese schweren Fehler werden mit einer 20sec. Zeitstrafe geahndet.

  • einen Gegenspieler, der den Ball nicht in der Hand hält, festzuhalten, untertauchen oder zurückzuziehen
  • den Gegenspieler in das Gesicht zu spritzen oder durch absichtliches Spritzen den Gegenspieler behindern
  • den Gegenspieler bei der Ausführung eines Freiwurfes, Eckwurfes und Torabwurfes zu behindern
  • einen Gegenspieler zu treten oder zu schlagen, oder eine Bewegung ausführen, die diese Absicht erkennen läßt
  • ein ausgeschlossener Spieler oder sein Ersatzspieler darf nicht regelwidrig in das Spielfeld eintreten, z.B. vor Ablauf der Strafzeit

Sehr schwere Fouls:

Diese schweren Fehler werden mit einer 20sec. Zeitstrafe geahndet und der betroffenen Spieler wird für die restliche Spielzeit vom Spiel ausgeschlossen. Es darf ein Ersatzspieler für ihn spielen.

  • ein Spieler darf sich nicht ungebührlich benehmen, dazu gehören Schimpfworte und ständiges unfaires Verhalten
  • ein Spieler darf dem Kampfgericht nicht den Gehorsam verweigern oder ihnen Mißachtung zeigen, z.B. Schiedsrichterbeleidigung
  • den Gegenspieler bei der Ausführung eines Strafwurfes behindern
  • in der letzten Spielminute darf ein ausgeschlossener Spieler oder sein Ersatzspieler nicht regelwidrig in das Spielfeld eintreten, z.B. vor Ablauf der Strafzeit. Zusätzlich gibt es einen 5-m-Strafwurf.

Diese schweren Fehler werden mit einer 20sec. Zeitstrafe geahndet und der betroffenen Spieler wird für die restliche Spielzeit vom Spiel ausgeschlossen. Es darf kein Ersatzspieler für ihn spielen.

  • eine Brutale Handlung gegen einen Gegenspieler oder Kampfrichter begehen

Diese schweren Fehler werden mit einem 5-m-Strafwurf geahndet

  • alle schweren Fehler, die mit einer Zeitstrafe geahndet werden, werden, im 5-m-Raum begangen, mit einem 5-m-Strafwurf geahndet
  • ein verteidigender Spieler darf im 5-m-Raum kein Fehler begehen, durch den ein wahrscheinliches Tor verhindert wird, z.B. Halten und Ziehen
  • ein verteidigender Spieler darf das Tor nicht herunterziehen oder verschieben.
  • ein verteidigender Spieler darf im 5-m-Raum den Ball nicht mit beiden Händen oder der Faust spielen
  • ein verteidigender Spieler darf im 5-m-Raum den Ball nicht in Bedrängnis unter Wasser drücken
  • ein ausgeschlossener Spieler darf nicht absichtlich in das Spiel eingreifen oder die Torbefestigung berühren
  • ein ausgeschlossener Spieler darf nicht regelwidrig wieder eintreten, z.B. vor Ablauf der Strafzeit

Die Anzahl der schweren Fehler wird im Spielprotokoll vermerkt. Hat ein Spieler 3 schwere Fehler begangen, darf er nicht mehr am Spiel teilnehmen. Ein Ersatzspieler darf für ihn weiterspielen.

Die Schiedsrichter müssen die Ahndung eines Fehlers unterlassen, wenn der Ball noch spielbar ist und durch einen Freiwurfpfiff ein wahrscheinliches Tor verhindert wird ( Vorteil ).

 

 URL: http://www.wasserball-rostock.de aktualisiert: 05.01.2016 
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