Wasserballer gut gekämpft, aber dennoch ohne Siegchance

HSG Warnemünde unterliegt dem frisch gebackene Titelverteidiger Poseidon Hamburg

Das Fazit nach dem Spiel lautete kurz und knapp: Gut gekämpft und dennoch verloren. Am 14. Spieltag hat die HSG Warnemünde ihr Heimspiel mit 4:17 (2:5, 1:6, 1:2, 0:4) gegen den frisch gebackenen 2. Liga-Nord-Meister SV Poseidon Hamburg verloren.
Den Hamburgern genügte eigentlich ein Unentschieden zur vorzeitigen Meisterschaft, aber sie fuhren standesgemäß einen verdienten Auswärtserfolg in der Rostocker Neptunhalle ein. In einer rassigen Partie, in der die HSG leider doch 1-2-3-4-5 zu leichte Fehler beging, zog Hamburg vor allem im 2. Viertel vorentscheidend davon, tat sich aber insbesondere im 1. und 3. Viertel gegen die gut stehende HSG-Abwehr schwer. Erneut war der Warnemünder Angriff zu zahm, was aber auch an der guten Verteidigung der Poseidonen lag. Die Tore für die nie aufgebende HSG erzielten Maximilian Wulff zum 1:2, Klaus Einhorn zum 2:5, Jörg Behlendorf zum 3:11 und Alexander Schulz zum 4:13. Im Schlussviertel waren die Kräfte der Gastgeber sichtlich schwindend, so dass die Gäste noch auf den 4:17-Endstand erhöhen konnten. Auch der gut aufgelegte Torhüter Philipp Steidler konnte daran nichts ändern.
Insgesamt zog Warnemünde dennoch ein positives Resümee, in einem Spiel, was durchaus knapper hätte enden können. Youngster Tim Wellnitz debütierte in der Start-Sieben und machte seine Sache im Spielverlauf auch recht gut. Rückkehrer Christian Hohnke ackerte defensiv viel und auch Center Alexander Schulz kämpfte buchstäblich bis zum Umfallen - womöglich sieht das Hamburg natürlich komplett anders, aber die feiern jetzt erstmal ihre Meisterschaft und bereiten sich weiter auf das Relegationsturnier zur 1. Liga vor. Zunächst sind aber noch 2 Spieltage in der 2. Ligastaffel zu absolvieren.
Bereits am 4.6. geht es für die HSG im Saisonendspurt weiter. Zum letzten Heimspiel empfängt man die Niedersachsen der Sportlichen Vereinigung Laatzen (SpVg Laatzen). Ab 15 Uhr am Samstag-Nachmittag, geht es für die Warnemünde bei freiem Eintritt ein letztes Mal vor heimischen Publikum um Punkte in dieser Saison. Danach folgt noch am 11.6. das letzte Ligaspiel auswärts in Hildesheim und eine Woche später die norddeutsche Pokalendrunde in Hamburg am 18./19. Juni.

TEXT: Jörg Behlendorf

HSG Warnemünde:
Philipp Steidler - Paul Helm, Christian Hohnke, Klaus Einhorn (1 Tor), Rick Plaeschke, Max Wulff (1), Tim Wellnitz, Alexander Schulz (1), Jörg Behlendorf (1), Robin Hollinski, Jonas Kirschnowski

weitere Ergebnisse:
Hellas Hildesheim-SpVg Laatzen 7:8

zurück